Hans Becker GmbH, Beratervergleich
   
   
 

 

 
 
 

BERATER SIND NICHT GLEICH BERATER

 
   

Der Gesamtumsatz der Unternehmensberatungsbranche in Deutschland betrug nach Angaben des BDU im Jahr 2007 16,4 Milliarden €. Die Beratungsfelder unterteilen sich dabei in strategische, organisatorische, technische und personalorientierte Beratungsleistungen. Diesen Beratungsmarkt teilen sich rund 13.900 Beratungsunternehmen mit ca. 78.200 Beratern und insgesamt ca. 106.200 Mitarbeitern.

Allein diese Zahlen machen es deutlich: Es ist nicht einfach, den für die konkrete Aufgabenstellung richtigen Berater zu finden, denn der Markt insgesamt ist unübersichtlich und Berater ist nicht gleich Berater. Dies liegt u.a. auch daran, dass der Beruf des Unternehmensberaters in Deutschland keiner gesetzlich fixierten Berufsordnung und keinem Berufsbezeichnungsschutz unterliegt. Daraus folgt, dass sich letztlich jeder als Unternehmensberater, Wirtschaftsberater, Betriebsberater oder mit einer ähnlichen Bezeichnung selbständig machen kann – unabhängig von Qualifikation und Erfahrung. Für den Beratungsbedürftigen wird es nun schwer, unter insgesamt ca. 78.200 Beratern gerade für seinen Bedarf den richtigen zu finden.

Die Mitgliedschaft im BDU ist für den Klienten ein wichtiges Auswahlkriterium, um einen seriösen, zuverlässigen und kompetenten Beratungsanbieter zu finden. Im BDU kann nicht jeder selbst ernannte Berater Mitglied werden, denn eine Aufnahme in den Verband unterliegt strengen Kriterien:

  • Nachweis der beruflichen Eignung (Vita)
  • Fünf Jahre Berufserfahrung als Unternehmensberater
  • Drei Jahre Selbstständigkeit oder Leitungsfunktion als Unternehmensberater
  • Drei exzellente Klientenreferenzen
  • Zwei Fachinterviews mit BDU-Unternehmensberatern
  • Verpflichtung auf BDU-Berufsgrundsätze
  • Berufsaufsicht durch den fünfköpfigen BDU-Ehrenrat

Um nun den für die konkrete Aufgabenstellung richtigen Berater zu finden, soll nachfolgende Checkliste als Hilfestellung dienen. Die Gefahr, an ein „schwarzes Schaf“ zu geraten, kann dadurch nicht vollständig beseitigt werden, aber der Ratsuchende kann diese Gefahr doch erheblich mindern.

So finden Sie den richtigen Berater:

  1. Welches Ziel soll die Beratung haben?
  2. Zusammenstellung von infrage kommenden Unternehmensberatungen, vorzugsweise aus der BDU-Beraterdatenbank und den Beraterporträts.
  3. Kontaktaufnahme und Führung eines Vorgesprächs mit den ausgewählten Beratern.
  4. Welche Struktur hat das Beratungsunternehmen mit Gründungsjahr und Größe (wie viel angestellte Mitarbeiter, wie viele freie Mitarbeiter, handelt es sich um eine Netzwerk-Beratung, welche Projekte wurden durchgeführt)? Wie beständig ist das Beratungsunternehmen am Markt tätig?
    Wie glaubwürdig sind diese Angaben und wie sind sie überprüfbar?
  5. Welche Beratungsgebiete mit welchen Leistungen bietet der Berater an?
  6. Konzentriert sich der Berater auf seine Kernkompetenzen oder werden alle Leistungen angeboten, die von Ihnen angefragt werden?
  7. Hat der Berater branchenspezifische, aber auch branchenübergreifende Kenntnisse?
  8. Welche fachlichen Qualifikationen haben die zum Einsatz kommenden Berater? Welche Ausbildung/Weiterbildung/berufliche Erfahrung/ Beratererfahrung hat der Berater?
  9. Besitzt der Berater persönliche Überzeugungskraft?
  10. Besitzen die zum Einsatz kommenden Berater die notwendige Sozialkompetenz für Ihre speziellen Anforderungen? Bedenken Sie, dass der Berater u.U. mit allen Hierarchieebenen Ihres Unternehmens in Kontakt tritt.
  11. Kann Ihnen der Berater einen Ersatz für einzelne Mitarbeiter im Falle eines Ausfalls anbieten?
  12. Qualität der überprüfbaren Referenzen? Vorgefertigte Referenzschreiben in Broschüren oder der Internetseite sollten Sie nicht akzeptieren.
  13. Kann der Berater Vorschläge zur Projektorganisation und zur Teambildung vorlegen?
  14. Kann der Berater die Vorgehensweise im Projekt logisch nachvollziehbar erklären?
  15. Welche Leitsätze hat das Beratungsunternehmen? Engagiert sich das Beratungsunternehmen auch in sozialen Bereichen?
  16. Wie gewährleistet der Berater datenschutzrechtliche Bestimmungen?
  17. Welche Gewähr übernimmt der Berater für die Realisierbarkeit seiner Empfehlungen?
  18. Unterstützt Sie der Berater bei der Realisierung der vorgeschlagenen Konzepte?
  19. Welches Reporting mit welchen Tools stellt Ihnen der Berater zur Verfügung?
  20. In welchen Verbänden ist der Berater organisiert, z.B. BDU, BME?
  21. Unterwirft sich der Berater den BDU-Berufsgrundsätzen?
  22. Falls der Berater ein erfolgsorientiertes Honorarmodell vorlegt: Kann er Ihnen logisch nachvollziehbar die Erfolgsmessung erklären?
  23. Falls der Berater ein Festhonorar oder Stunden-/Tagessätze anbietet: Sind auch die Nebenkosten eindeutig nachvollziehbar im Angebot enthalten?
  24. Das Wichtigste zum Schluss: Was sagt Ihr Bauchgefühl, denn letztlich muss die Chemie stimmen.